Neue Shearographie-Station für die Karkassen-Inspektion
Wenn es um die Runderneuerung großer Baumaschinenreifen geht, kann die Abteilung Karkassen-Inspektion der RÖSLER Gruppe jetzt dank neuester Technik noch effizienter arbeiten. Nach dem Karkasseneingang in der Warenannahme folgt zunächst die genaue Inspektion. Doch während der Vulkaniseurmeister Adam Urbanczyk diesen Arbeitsschritt bis vor wenigen Monaten noch manuell durchführen musste, übernimmt jetzt eine Shearographie-Station die detaillierte Prüfung vor der Runderneuerung.
Dabei ist die Technik der Shearographie in der Reifenindustrie durchaus nicht neu und wird für kleinere Reifen schon seit Langem eingesetzt. Gerade im Bereich der EM-Runderneuerung stellt sie jedoch eine elementare Arbeitserleichterung dar: Der Prüfvorgang eines Reifens bzw. einer Karkasse dauert nur etwa 15 Minuten. Mit speziellen Programmen erfolgt währenddessen die Prüfung und Auswertung im Parallelbetrieb, Defekte in der Reifenstruktur werden hoch aufgelöst dargestellt und direkt dokumentiert und archiviert. Somit sorgt die Shearographie-Station für mehr Wirtschaftlichkeit und eine optimale Qualitätssicherung bei der Runderneuerung von EM-Reifen.
RÖSLER setzt für die Karkassen-Inspektion eine SDS ITT 1/2100 Shearographie-Station ein, die mit EM-Reifen bis zu einer Größe von 21.00 R35 beschickt werden kann. Aufgrund seines hohen Automatisierungsgrades ist das Gerät einfach zu bedienen: Der auf Strukturfehler hin zu prüfende Reifen wird zunächst in das Gerät eingeführt. Die Prüfung erfolgt dann durch Anlegen eines geringen äußeren Unterdrucks an den Reifen, wodurch von außen nicht sichtbare Materialtrennungen im Reifen minimal ausbeulen. Mithilfe von Laserlicht (interferometrisches Verfahren) werden die Strukturdefekte erfasst und durch TV-Shearographie sichtbar gemacht. Das Gerät, auch unter dem Namen ITT (Interferometric Tire Tester) bekannt, erzeugt auf diesem Weg Bilder der verschiedenen Belastungs- und Verformungszustände des EM Reifens. So können bei der anschließenden Runderneuerung erforderliche Reparaturen gezielt erfolgen und das „Reifenleben“ der EM-Reifen somit um ein Vielfaches verlängert werden.







